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Wenn Alltagschemikalien


zu Krankmachern werden


"Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel,

sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor."

Hippokrates

Über MCS


 

Unter einer Multiplen Chemischen Sensitivität versteht man einen toxisch induzierten Toleranzverlust auf Chemikalien. Menschen, die kurze Zeit großen oder lange Zeit kleinen Dosen von chemischen oder natürlichen Stoffen ausgesetzt waren, reagieren plötzlich extrem empfindlich auf unterschiedlichste Trigger (Auslöser), die sie vorher ohne Probleme tolerieren konnten.

 

In der Regel werden Umweltschadstoffe durch Inhalation, oral oder dermal zugeführt. Diese Schadstoffe können binnen Sekunden für dutzende Beschwerden verantwortlich sein. Eine kurzfristige Exposition kann Nachwirkungen von mehreren Tagen oder Wochen bis hin zur Bettlägrigkeit nach sich ziehen.

Schädigungen treten vor allem im zentralen Nervensystem, im Stoffwechsel- und Immunsystem auf und führen zu schweren Gesundheitsstörungen. Die Symptome sind vielfältig. Es können Herz-/Kreislauf, Atmungsorgane, Magen-/Darm-Trakt, Haut, Augen, Muskeln und Gelenke betroffen sein.

Zu den Hauptauslösern gehören Duftstoffe (Parfüm, Deo, Raumbedufter uvm.) Wasch- und Putzmittel, Lösemittel, Desinfektions­mittel, Pestizide, Nikotin, Abgase, VOCs (Farben, Kleber, Kunst­stoffe, Teppiche, Möbel uvm.), Medikamente und Impfstoffe, Schimmel, Zahnmateria­lien (Amalgam, Kunststofffüllungen, Kleber für Inlays), Farb- und Konservierungsstoffe, Schwermetalle, Klimaanlagen etc..

 

Jeder Mensch kann eine chemische Unverträglichkeit entwickeln!

Auschlag­­gebend ist der Kontakt mit Schad­stoffen im Beruf (Druck- und Papiergewerbe, Tischlerei, Maler und Lackierer, Chemielaboranten, Bodenleger, Textilhandel, Künstler, Gesundheitswesen uvm.) oder in der Wohnung (Innenraumausstattung, Schimmel, Baumaterialien). Akut oder latent wird dabei das körpereigene Entgiftungssystem beeinträchtigt.

MCS Diagnostik


 

Kanada, die USA und auch die WHO haben MCS als Krankheit längst anerkannt. In Österreich und im Rest von Europa wird MCS dem ICD-10 GM Klassifikation T 78.4 Code zugeordnet. Anerkennung gibt es deswegen noch keine. In Österreich gibt es keine offiziellen Anlaufstellen für Umwelt­erkrankte! Betroffene müssen Hilfe im Ausland suchen. Für viele eine schwierige Situation, da sie aufgrund dieser Erkrankung nicht mehr in der Lage sind, längere Autofahrten auf sich zu nehmen.

 

Laut WHO ist 1/4 der Weltbevölkerung umweltkrank. Ein Umstand der die Politik und das Gesundheitssystem nicht veranläßt, Maßnahmen bezügl. diesen rasch steigenden Problems zu ergreifen. Das Ignorieren von Umwelterkrankungen wird für Mensch und Wirtschaft in Zukunft große Konsequenzen nach sich ziehen!

 

MCS ist eine chronische Entzündungserkrankung und hat keinen psychischen Ursprung.

MCS kann mit psychischen Maßnahmen nicht geheilt werden!

Symptome können durch Medikation lebensbedrohliche Zustände hervorrufen.

MCS-Diagnoseverfahren

• Symptome durch Chemikalienexpositionen reproduzierbar

• Der Zustand ist chronisch

• Geringste Expositionsdosen unter dem Grenzwert (1/1000) lösen Beschwerden aus, die vorher toleriert wurden

• Die Symptome bessern sich, wenn Auslöser entfernt wurden

• Symptome betreffen mehr als ein Organsystem

MCS Alltag


MCS-Kranke müssen sich ein schadstofffreies Umfeld schaffen, wenn sie ein halbwegs erträgliches Leben führen wollen. Die Vermeidung von Triggersubstanzen ist der erste notwendige Schritt zur Stabilisierung des Immunsystems und Besserung der Symptome! Oft ist Isolation die einzige Überlebensstrategie!

Erste Schritte zu einem besseren Leben

• Schaffung eines kontrollierten Umfeldes

• Vermeidung von Triggern

• Meidung von Nahrungsmitteln mit chemischen und allergenem Potential

• Maßnahmen zur Verbesserung des Stoffwechsels

• Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen unter umweltmedizinischer Kontrolle

• Entgiftungstherapie unter strenger medizinischer Aufsicht

 

Im Alltag hat MCS große Auswirkungen. Betroffene müssen unzählige Alltagschemikalien in unserem Leben ertragen. Duftstoffe findet man in jedem Geschäft, Arztpraxen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wegen Pestizidrückständen auf konventionellen Lebensmitteln muß auf Bio-Nahrung geachtet werden. Neue Produkte dünsten im Neuzustand unzählige Chemikalien aus und sind nicht verträglich. Wenn die Wohnumgebung zur Gefahr wird, muß diese gewechselt werden. Viele Wohnungen und Häuser sind stark schadstoffbelastet. Für MCS-Betroffene bleibt kaum ein sicherer und schadstofffreier Platz in dieser modernen Gesellschaft.

Notwendige Maßnahmen


 

• Medizinische Anlaufstellen für Diagnose und Behandlung

• Spitäler mit umweltverträglichen Räumlichkeiten

• Ausbildung von Umweltmedizinern für MCS, CFS, FMS u. EMS

• Aufklärungsarbeit im medizinischen Bereich

• Umsetzung sozialrechtliche und behördliche Anerkennung

• Umsetzung von schadstoffkontrollierten Wohnprojekten

• Nikotinfreie Zonen erweitern und Verbot von Duftstoffen im

  öffentlichen Bereich (Parfüm, Beduftungsanlangen, Raumsprays)

• Sachliche öffentliche Aufklärung über MCS

• Schärfere Schadstoffkontrollen bei Lebensmitteln u. Produkten

• Mehr Rücksichtnahme durch Mitmenschen

 

Chemikalienunverträglichkeiten können jeden betreffen, die Dunkel­ziffer der nicht erkannten Erkrankungen liegt sehr hoch. Viele Menschen wissen nichts von ihren Unverträglichkeiten.

Der Mensch ist täglich zigtausenden Chemikalien ausgesetzt, davon ist nicht mal ein geringer Prozentsatz deklariert und auf seine Auswirkungengeprüft worden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich eine Erkrankung daraus entwickelt. Dabei sind Grenzwerte irrelevant, die Wechselwirkungen unterschiedlichster Chemikalien in unserem Körper sind nach wie vor unbekannt!

 

Die MCS Initiative Austria ist eine Plattform für MCS-Kranke um Erfahrungs- und Informationsaustausch untereinander zu ermöglichen. Dazu sind wir bestrebt den Dialog mit Institutionen, medizinischen Einrichtungen, sowie der Öffentlichkeit zu

verbessern.

MCS ist eine schwere Behinderung und wird als solche nur in den seltensten Fällen wirklich erkannt bzw. anerkannt!

Ein Umstand der JEDEN betreffen könnte.

 
 
 
 

MCS-Info ist nicht nur eine reine Infoseite über MCS, sondern ist für Betroffene eine erste Anlaufstelle, um von Gleichgesinnten Informationen auszutauschen.

 

Was wir anbieten können:

- Informationen und Erfahrungen per Mail (aktuell keine Tel.-Beratung)

- Kontakte zu anderen Betroffenen

   (Vorraussetzung ihrer Daten: Name, Ort, Telefonnr. oder Mail)

 

Was wir nicht anbieten:

- Hilfe bei Wohnungssuche

- Assistenzbegleitung

- Pflegemöglichkeiten

- Hilfe bei Psychiatrischen Einweisungen

 

Haben Sie sonst noch Fragen zu MCS, auch wenn sie nicht selbst betroffen

sind? Oder haben Sie Verbesserungen und Anregungen für diese Webseite,

so können Sie sich mit der unten stehenden Email mit uns in Verbindung

setzen.

 

Bitte verwenden Sie unser Kontaktformular für Ihre Anfragen.

 

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